Wie sicher sind Kryptowährungen wie Bitcoin & Co.?

Schon wieder ist der Kurs des Bitcoin gestiegen. Abermals gibt es neue Prognosen, die davon berichten, dass der Kryptomarkt stärker werden wird. Aber man ist unsicher, ob man in den Markt der digitalen Währungen investieren soll. Schlussendlich kann es auch immer in die andere Richtung gehen.

Wer sein Geld in Kryptowährungen steckt, sollte sich zu Beginn mit dem Thema Sicherheit befassen. Denn ein Investment in Bitcoin und Co. kann keinesfalls mit dem Sparbuch, Tagesgeld oder Aktienmarkt verglichen werden. Das Risiko, dass es nämlich im Zuge des Krypto-Investments zu einem Verlust kommt, ist ausgesprochen hoch.

Traditionelle Produkte sind unbrauchbar geworden

Dass sich immer mehr Sparer auf der Suche nach Alternativen befinden, mag keine große Überraschung mehr sein. Schlussendlich hat die Europäische Zentralbank (kurz: EZB) die klassischen Sparprodukte, dazu gehören etwa das Sparbuch oder auch das Tages- wie Festgeld, unbrauchbar werden lassen. Da die Guthabenzinssätze im Bereich der 0,01 Prozent liegen, gibt es tatsächlich keine Chance mehr, hier gewinnbringend zu investieren. Berücksichtigt man dann noch die Inflation, so tritt zudem noch ein Kaufkraftverlust ein. Das Geld, das also angespart wird, verliert sozusagen an Wert. Überspitzt formuliert: 100 Euro, die man Anfang 2019 auf das Tagesgeldkonto einbezahlt, sind Anfang 2020 zu 98 Euro geschrumpft.

Da man davon ausgehen muss, dass sich in den nächsten Jahren nichts ändern wird, braucht es Alternativen. Neben Aktien, Rohstoffen und Anleihen gibt es mit Kryptowährungen eine interessante Möglichkeit, um hohe Gewinne verbuchen zu können. Doch immer dann, wenn man hohe Gewinne erzielen kann, muss man sich bewusst sein, dass es auch ein nicht zu unterschätzendes Risiko gibt.

Schwankungen können auch Verluste bringen

Befasst man sich mit der Kursentwicklung des Bitcoin, so wird schnell klar, dass es hier immer wieder Höhen und Tiefen gegeben hat. Anfang 2017 lag der Bitcoin bei 1.000 US Dollar. Zwölf Monate später, kurz vor Weihnachten, erreichte der Bitcoin den bis heute nicht mehr erreichten Höchststand: 19.665 US Dollar. Doch innerhalb weniger Tage rutschte der Bitcoin auf 10.000 US Dollar ab. Ende 2018 war klar, dass ein Wertverlust von 80 Prozent eingetreten ist – auf einmal lag der Bitcoin bei nur noch 3.000 US Dollar.

2019 folgte dann das Comeback. Von Februar bis Juni kletterte der Kurs auf fast 14.000 US Dollar. Doch auch dieses Niveau konnte nicht gehalten werden. Ende des Sommers rutschte der Bitcoin auf 7.500 US Dollar ab. Ein kurzer Höhenflug, der dafür sorgte, dass der Bitcoin neuerlich über die 10.000 US Dollar-Marke springen konnte, endete abermals mit einem Absturz. Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: Mitte November 2019) liegt der Bitcoin bei 8.100 US Dollar.

Aber derartige Preisentwicklungen gibt es nicht nur beim Bitcoin. Ethereum, die – bezogen auf die Marktkapitalisierung – Nummer 2, stürzte von 1.400 US Dollar (Januar 2018) auf unter 100 US Dollar (Ende 2018) ab; IOTA fiel von 5,25 US Dollar (Dezember 2017) auf 0,21 US Dollar (Anfang 2018).

Wer sein Geld etwa über Bitcoin Code investiert, muss ausgesprochen vorsichtig sein. Denn starke Schwankungen können auch ganz unerwartet auftreten und dafür sorgen, dass ein hoher Verlust verbucht werden muss.

Kryptowährungen sind ein Sondervermögen

Investiert man den Euro in eine Kryptowährung, also erwirbt etwa Coins des Bitcoin, so muss man sich auch bewusst sein, dass es hier keine Einlagensicherung gibt. Kryptowährungen werden nämlich als Sondervermögen wahrgenommen und befinden sich somit auf derselben Stufe wie Aktien oder auch Gold. Aus diesem Grund kann der Schutz für Spareinlagen auch nicht greifen. Des Weiteren gibt es auch keine freiwillige Einlagensicherung von den privaten Banken, da diese nur Guthaben in EU-Währungen berücksichtigt.

Wird die Plattform, über die man in die Kryptowährung investiert, gehackt oder muss Insolvenz anmelden, so ist das Geld weg. Aus diesem Grund sollte man die erworbenen Coins auch auf einer externen Wallet aufbewahren.

Anders hingegen, wenn man ausschließlich auf die Kursentwicklung spekuliert. Beim CFD-Handel erwirbt man nämlich keine Coins, sondern partizipiert von der Kursbewegung. Da das Risiko ausgesprochen hoch ist, sollte man immer mit risikoreduzierenden Instrumenten, beispielsweise Stop Loss, arbeiten.

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