PC Neukauf oder Nachrüsten? Eine Entscheidungshilfe

Gerade ältere PCs sind in der Praxis irgendwann nicht mehr ausreichend tauglich für Multimediaeinsatz. Was tun? Neukauf oder den alten PC mit der einen oder anderen PC Komponente nachrüsten? Unter welchen Bedingungen und wie Letzteres sinnvoll zu handhaben ist, soll nachfolgend erläutert werden.

Nachrüsten ist nichts für Laien

Viele PC-Nutzer kennen es: Man tüftelt ständig an Hard- und Software, aber wirkliche Erfolge erreicht man nicht: Manche Ladeprozesse dauern scheinbar endlos, und aufwendige und bewegte Grafik ruckelt mehr als dass sie läuft. Dann ist es angesagt, an den entscheidenden Bauteilen Hand anzulegen und manche PC Komponente, erhältlich etwa beim Hardwareversand Arlt, fachgerecht und effektiv nachzurüsten. Aber Vorsicht: Hier ist Geduld, Ausdauer, technisches Verständnis und praktisches Geschick erforderlich.

Zum Nachrüsten zu alt?

Young it professional fixing computer problem at workplaceDie Frage nach dem Alter des PCs ist für die Frage, ob Nachrüsten oder nicht, entscheidend. Bei Rechnern, die zwei, im Höchstfall vier Jahre alt sind, ist Aufrüsten eine erwägenswerte Option. Ansonsten ist die Investition dann höher als der Restwert des PCs. Auch sind manche notwendigen Teile nicht mehr systemkompatibel und dann entweder extrem teuer oder müssten gar gebraucht gekauft werden. Auch die Fehleranfälligkeit steigt mit dem Alter. Das manchmal angeführte Umweltargument für das Nachrüsten (Vermeiden von Technikschrott) wird von der Realität entkräftet: Neue PC-Systeme verbrauchen nur noch einen Bruchteil an Strom als die alten „Kisten“. Dennoch ist Nachrüsten bei nicht zu alten PCs sinnvoll.

Welche PC Komponente erneuern?

Hier folgen typische und häufigste Diagnosen, also Funktionsmängel am PC und die optionale Nachrüstvariante auf einen Blick:

  • Betriebssystem und Anwendung laden langsam à Arbeitsspeicher erweitern
  • Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen dauert lange, Festplatte in Dauerbetrieb à schnellere Festplatte einbauen
  • Berechnungsintensive Programme brauchen viel Zeit à schnellere CPU einbauen
  • Speichern von Daten auf externer Festplatte sehr zeitintensiv à Einbau einer Steckkarte mit USB 3.0
  • Filme werden nicht flüssig abgespielt à hier lohnt sich ebenfalls der Kauf einer schnelleren Festplatte (sofern Filme von der Festplatte aus gestartet werden)

Wer beispielsweise den Speicherplatz erhöhen möchte, für Filme oder auch Musik, der sollte sich Gedanken über eine externe Festplatte machen. Einen Vergleich zwischen den verschiedenen Modellen findet man auf www.externefestplatte24.de.

Wer sein Heimkino zudem über den PC laufen lässt, sollte in Hinblick auf ein gutes Surround-Erlebnis auf eine richtige Soundkarte zurückgreifen (in Billig- und Mittelklasserechnern ist meist eine Onboard-Karte verbaut).

Wenn Videos und Spiele überhaupt nicht stabil laufen und das System abstürzen lassen, ist es zu alt, das Nachrüsten lohnt dann nicht.

Wie im ersten Beispiel der Aufzählung gesehen, ist der zu kleine Arbeitsspeicher ein häufiges Ärgernis: Mindestens 2 Gigabyte sollten es sein, 4 Gigabyte sind natürlich besser (letzteres gilt besonders bei der Nutzung von Windows 7). Mehr ist nur sinnvoll, wenn ein 64-Bit-Betriebssystem vorhanden ist.

Auch eine neue Grafikkarte ist oft ein Segen für einen alten Rechner. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die neue Grafikkarte in etwa dem Leistungsniveau des vorhandenen Prozessors entspricht.

Was noch wichtig ist

Vor dem Aufrüsten sollte man also eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen. Per Ressourcenmanagement und dem Windowstool CPU-Z bekommt man leicht Informationen zum Motherboard, Prozessor und Arbeitsspeicher. Austausch von CPU und Motherboard ist etwas für erfahrenere Bastler. Hilfreich ist dann, weitere Information hinzuzuziehen (z.B. hier).

Arbeitsspeicher, Festplatte und Grafikkarte sind meist einfach zu installieren. Vor dem Öffnen des Gehäuses sollte man den Rechner abkühlen lassen und den Netzstecker ziehen. Bevor man Bauteile anfasst, sollte man auch die eigene Spannung entladen, etwa durch Berühren eines Heizkörpers. Die Eigenspannung kann empfindliche Teile im PC schädigen.

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