Faszination Schwarz-Weiss Fotografie

Die Schwarz-Weiß-Fotografie galt lange Zeit als die Königsdisziplin in der Analogfotografie und auch bei der Digitalfotografie hat sie immer noch einen hohen Stellenwert. Für diese Art der Fotografie ist die Wahl der richtigen Motive besonders wichtig. In diesem Artikel zeigen wir, welche Motive besonders geeignet sind, wie Schwarz-Weiß-Fotos direkt mit einer Kamera geschossen werden können und welche Rolle Bildbearbeitungsprogramme spielen.

Alle Artikel über Fotografie
Der Artikel ist Teil unserer Serie zum Themengebiet der Fotografie. Hier sind die anderen bisher erschienen Artikel:

Fotografieren im RAW-Format

Filterwahl bei Spiegelreflexkameras

Das Werkzeug: Die Spiegelreflexkamera

Motive

Schwarz Weiß Fotografie
Schwarz-Weiß-Fotos haben ihren besonderen Charme

Jedes Schwarz-Weiß Foto lebt von Motiven mit Strukturen. Es sind Skylines, Landschaften, Brücken und dramatischer Himmel geeignet. Zudem verwenden viele Hobbyfotografen Schwarz-Weiß Bilder für Detail- oder Makroaufnahmen und Porträts. Schwarz-Weiß Bilder bestehen letztlich aus Tonwert-Kontrasten. Das Motiv sollte deutliche Helligkeitsunterschiede aufweisen. Architektur wie Brücken und Hochhäuser sind besonders geeignet. Bei Motiven wie Gesichtern und fließend Wasser sind nur sanfte Tonwertabstufungen zu finden.

Abgedunkelte Ecken also eine Vignettierung verleiht den Schwarz-Weiß Bildern bei Porträts und Landschaftsmotiven einen Retro-Charakter. Auch Motive mit starken Linien wie Hochhäuser eignen sich sehr gut für Schwarz-Weiß Bilder. Unterschiedliche Oberflächen haben auch ihren Reiz bei Schwarz-Weiß Bildern. Man kann gegensätzliche Strukturen wie betonierte Wege mit Holz, Metall oder einer Wiese kombinieren. Einen Kontrast bei Schwarz-Weiß Bildern kann auch die Gischt von aufschäumenden Wellen bei starkem Wellengang zur ruhigen Umgebung abgeben.

Schwarz-Weiß mit der Kamera

Man kann auch vor Ort mit den Möglichkeiten der Kamera Schwarz-Weiß Bilder erstellen. In vielen Spiegelreflexkameras sind spezielle Filter von Rot bis Grün integriert. Die Wolken heben sich mithilfe eines Rotfilters stärker vom Himmel ab. Der Himmel ist auf dem Foto etwas dunkler. Beinahe Schwarz wird ein intensiv blauer Himmel wiedergegeben. Bei einem Grünfilter sind die Lippen bei einem Porträt dunkler. Dies ist ein schöner Effekt für Porträts. Hauttönungen gibt der Grünfilter auch dunkel wieder. Das Modell sollte einen gleichmäßigen und schönen Teint haben.

In den Kameraeinstellungen sollten „Schärfe“ und „Kontrast“ bei kontrastreichen Lichtverhältnissen auf neutral stehen. Eine Erhöhung von Schärfe und Kontrast würde bei dem Porträt eine Betonung der Schatten um Augen und Nase bedeuten. Ein etwas antikes Flair verleiht die Sepia-Tonung dem Bild. Auch schmeichelt die Brauntonung der Haut des Modells. Motive können zudem auch blau oder violett eingefärbt werden.

Bildbearbeitungsprogramme

Man kann bei einem Bildbearbeitungsprogramm das Farbfoto in Graustufen umwandeln oder entsättigen oder mit Kanalmixer arbeiten. Die Umwandlung im Bildbearbeitungsprogramm in Schwarz-Weiß beginnt eigentlich mit der Suche nach verborgenen Kontrasten. Durch die Hervorhebung dieser Kontraste erhält das Schwarz-Weiß Bild eine Wirkung, die in Farbe nicht erreicht werden kann.

Als Hobbyfotograf sollte man sich die Helligkeits-Informationen des Bildes also den Luminanzkanal und die einzelnen Farbkanäle ansehen. Jeder Kanal ist nichts anderes als ein Graustufen-Bild. Im Kanalmixer des Bildbearbeitungsprogramms kann man die Graustufen-Informationen miteinander kombinieren. Bei Porträts sollten die Gesichter hell und klar wirken. Im Rotkanal finden sich größtenteils die warmen Hautfarben wieder. Im Grünkanal finden sich meist Details wie Sommersprossen. Der Blaukanal gibt Schattierungen wieder. Erhöhen Sie den Anteil des jeweiligen Kanals leicht.

3 Kommentare

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.