Zahlungen via NFC tätigen (Erfahrungsbericht)

In der heutigen Zeit gibt es immer mehr Neuerungen, die nach und nach auf dem Markt erscheinen. Das meiste davon hätte man sich vor 20 oder 30 Jahren überhaupt nicht vorstellen können. Wer hätte gewusst, dass es mal Handys gibt, die keine Tasten besitzen, sondern mit dem eigenen Finger bedient werden? Oder wie wäre es mit Bluetooth? Wer hätte gedacht, dass man sich mal untereinander drahtlos Bilder oder Musik hin- und herschicken kann? Das alles war wie bereits erwähnt in der Vergangenheit undenkbar gewesen. Genauso ist es mit NFC. In den neuen Smartphone – ausgenommen iPhones – sitzt ein NFC-Chip, der ähnlich wie Bluetooth einen drahtlosen Datenaustausch bietet. Allerdings funktioniert das ganze hier noch schneller und besser. Ebenso kann man nun in immer mehr Geschäften via NFC, also seinem Handy, bezahlen. Und das sogar ohne Bargeld.

Wie funktioniert das Bezahlen mit NFC?

bezahlen mit NFC
bezahlen mit dem Handy
© Tom Purves – flickr.com

Mittlerweile bieten immer mehr Geschäfte die Möglichkeit, mit seinem Handy bzw. Smartphone bargeldlos zu bezahlen. Sei es in Restaurants oder an Tankstellen. Hierzu wird eine entsprechende App benötigt, ich benutze z.B. MyWallet von der Telekom. Hat man kein NFC-fähiges Smartphone (z.B. beim iPhone), so erhält man einen Sticker, den man auf die Rückseite seines Smartphones klebt. Dieser Sticker funktioniert genauso wie NFC und wird von allen Akzeptanzstellen wie ein NFC-Chip behandelt. Man muss sich vorher ein entsprechendes Benutzerkonto einrichten und kann das Konto dann entweder in Guthabenform benutzen oder per Lastschrift. Das heißt entweder man überweist sich ein entsprechendes Guthaben auf das Benutzerkonto, über welches dann verfügt werden kann. Oder man lässt jede Zahlung automatisch von seinem Bankkonto abbuchen lassen.

Wie sicher ist das Bezahlen mit NFC?

Aufklebbarer NFC-Chip
Per Aufkleber kann ein jedes Smartphone mit NFC nachgerüstet werden
© gohsuket – flickr.com

Das Bezahlen mit NFC wird erstrangig von MasterCard geboten. Da MasterCard ein Unternehmen für Kreditkarten ist, hat es gute Erfahrungen in Sachen Sicherheit. Man erhält den Sticker per Post und muss diesen dann in seinem Benutzerkonto aktivieren. Wie es mit NFC-fähigen Smartphones läuft, kann ich leider nicht sagen. Einige Tage später erhält man einen PIN, der manchmal benötigt wird. Der PIN wird nämlich dann benötigt, wenn eine Zahlung 25 Euro übersteigt. Alle Beträge unter 25 Euro bedürfen keiner PIN-Eingabe im NFC-Terminal.
An sich ist bei PayPass (so nennt sich das System von MasterCard) sehr sicher. Besonders sicher ist es, wenn man sich für das Guthabenkonto entscheidet. Denn so kann man nicht unbegrenzt viele Zahlungen tätigen und sein Bankkonto in die roten Zahlen treiben. Man kann das ganze System mit Mobilfunkverträgen sowie Prepaid-SIM-Karten vergleichen. Bei der Prepaid-Methode lässt sich nur das Geld aufbrauchen, das auch auf das Benutzerkonto geladen wurde. Bei der Lastschriftmethode bzw. bei Mobilfunkverträgen kann man frei darüber verfügen und alles wird automatisch vom Bankkonto eingezogen. Daher kann ich empfehlen, das Konto auf Guthabenbasis zu führen.

MyWallet in der Praxis

Ich habe nun bereits zweimal an zwei unterschiedlichen Tankstellen per PayPass bezahlt. Einmal waren es testweise knapp 2 Euro für Kaugummis und beim zweiten Mal ein zweistelliger Betrag beim Tanken. Einmal war es bei Star und das andere Mal bei Aral. Bei beiden Tankstellen wurde ich mit großen Augen angeschaut, da die Mitarbeiter wahrscheinlich nicht ganz über die neue Zahlungsmethode aufgeklärt wurden. Dennoch haben sie es versucht und waren überrascht. Auf dem Kassenbeleg wird die Zahlung als „MasterCard-Zahlung“ angezeigt. Bei Beträgen unter 25 Euro wurde tatsächlich keine PIN abgefragt. An den EC-Kartenlesegeräten befand sich – zumindest bei diesen zwei Tankstellen – an der rechten Seite ein NFC-Leser. Die Zahlung klappte problemlos und vor allem sehr schnell. Es hat mich überrascht, dass es weniger gedauert hat, als bei einer üblichen Kartenzahlung. In meinen Kontoauszügen bei MyWallet wurden die zwei Abbuchungen auch bereits erfasst.

Kostenloses Startguthaben

Wenn du mal auf der Website von Telekoms MyWallet schaust, wirst du eine Aktion entdecken, die auch ich in Anspruch genommen habe. Es gibt zunächst 15 Euro Startguthaben und bei drei Zahlungen per NFC bzw. mit MyWallet bis Ende Juni, erhältst du weitere 15 Euro Guthaben oben drauf. Somit eine super Sache!

Fazit

Meiner Meinung nach ist das System wirklich klasse. Wie ich sehen konnte, wissen noch nicht viele über diese neue Zahlungsmethode Bescheid. Daher bin ich gespannt, was sich in der Zukunft tut. Ich bin mir allerdings sicher, dass sich PayPass durchsetzen wird, denn mir hat es – bestimmt wie vielen anderen Menschen – gefallen und ich war überrascht, wie einfach und schnell man so doch bezahlen kann. Dies ist besonders praktisch, wenn man zufällig mal kein Bargeld dabei hat und besonders für kleinere Beträge bezahlt man ungern mit seiner EC-Karte.

5 Kommentare

  1. Ich gehe auch davon aus, dass sich solche Möglichkeiten der Bezahlungen auf jeden Fall durchsetzen werden. Schaut man z.B. nach Amerika, gehört dies schon zum täglichen Leben dazu und irgendwann wird das Interesse auch hier bei uns weiter ansteigen. Dazu gehört allerdings auch, dass die Daten der Nutzer auf höchster Sicherheit verwaltet werden, denn nur so kann man neue Nutzer überzeugen.

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