Wissenswertes über Webmail-Clienten

@-Zeichen gepuzzeld
© Horia Varlan – flickr.com

Mit Fug und Recht darf man heute davon reden, dass der gute alte Brief so langsam ausgestorben ist. Der Postverkehr hat sich sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich mehr und mehr auf die digitale Kommunikation verlagert. Das papierlose Büro ist immer mehr gewollt und das nicht zuletzt aus Gründen des Umweltschutzes.

Ein weiterer Vorteil in der E-Mail Kommunikation liegt im Wesentlichen darin begründet, dass Anfragen zeitnah beantwortet werden können. Auch lassen sich mal eben kurz und schnell Neuigkeiten verbreiten. Zu guter Letzt spielen natürlich auch die Kosten eine Rolle, der Versand einer E-Mail kostet nahezu nichts, währenddessen für eine Postkarte oder einen Brief das Porto entrichtet werden muss.

Wir haben dir ja schon einige Einrichtungsmöglichkeiten für E-Mails (z.B. GMX, Freenet, Web.de, T-Online) und sogar die Verschlüsselung dieser näher gebracht aber heute erfährst du allgemein, was Webmail-Clients können und wofür sie da sind.

Das versteht man unter Webmail-Clienten

Mit Webmail-Clienten sind Anbieter gemeint, die die E-Mail-Verwaltung über eine webbasierte Plattform anbieten. Der Nutzer kann also von jedem internetfähigen Gerät aus, sei es der Computer oder das Smartphone auf seine E-Mails zugreifen. Alle E-Mails werden dabei auf einem Server des Anbieters gespeichert und der Zugriff kann von jedem Ort aus erfolgen. Zumeist bieten Webmail-Anbieter zusätzliche Leistungen, wie die Nutzung von Adressbüchern, einem integrierten Kalender oder eine Notizfunktion an.

Einrichten eines Webmail Accounts

Bevor der Wabmail-Account eingerichtet wird, muss man sich natürlich einen Anbieter aussuchen. Dies ist nicht ganz einfach, da es eine ganze Reihe Anbieter gibt. Vor allem der gegebene Mailspecher und die Werbefreiheit der verschickten E-Mails sollte bei der Wahl berücksichtigt werden. Das folgende Balkendiagramm zeigt die Verteilung der deutschen Nutzer nach Webmail-Clients.

Statistik Anbieternutzung Webmail-Clients in Deutschland 2013
GMX und Web.de dominieren den deutschen Markt der Webmail-Anbieter
Quelle: http://de.statista.com/infografik/1495/marktanteile-der-e-mail-dienste-in-deutschland-2013/

Es wird deutlich, dass der Großteil der deutschen Webmail-Nutzer GMX sowie Web.de nutzen und diese fast den halben Markt besetzen.

Um einen Webmail-Clienten für die eigene E-Mail-Verwaltung zu nutzen, müssen nicht viele Voraussetzungen erfüllt sein. Der Interessent benötigt lediglich eine Verbindung zum Internet und ein entsprechendes Gerät. Anschließend ist die Webseite des Webmail Anbieters zu besuchen und der Registrierungsvorgang kann beginnen. Es werden personenbezogene Daten, wie Name, Vorname und Wohnort abgefragt. Weiterhin vergibt der Nutzer seine gewünschte E-Mail-Adresse und sichert diese zudem mit einem von ihm selbst gewählten Passwort. In wenigen Schritten ist der Webmail Zugang eingerichtet und E-Mails können gesendet, empfangen oder zur weiteren Verarbeitung gefiltert und verschoben werden.

Webmail Clienten versus E-Mail Clienten

inbox Webmail Client
Der Posteingang kann auch schnell mal überlaufen
© kristiewells – flickr.com

Während Webmail Clienten den Zugriff auf die eigenen E-Mails von überall aus ermöglichen und lediglich eine Verbindung zum Internet benötigen, handelt es sich bei E-Mail Clienten um externe Programme, die auf dem Computer installiert werden. Die bekanntesten E-Mail-Clientprogramme sind dabei Microsoft Outlook und der Mozilla Thunderbird. Thunderbird ist sogar Freeware und somit kostenfrei nutzbar. In diese Programme kann der Nutzer zumeist beliebig viele E-Mail-Adressen integrieren und seine elektronische Post verwalten. Auch hier stehen zusätzliche Funktionen, wie die Nutzung eines Terminkalenders, die Definition von Aufgaben, die Einstellung von Erinnerungen und ein Adressbuch zur Verfügung. Im Gegensatz zum Webmail Clienten sind diese Funktionen oftmals noch weitaus umfangreicher. Auch kann der Nutzer mit einem E-Mail-Clienten seine Mails auch offline verwalten und es ist nicht zwingend eine ständige Verbindung zum Internet notwendig. Vor allem, wer mehrere E-Mail-Adressen nutzt, etwa eine im Unternehmen und eine andere für das Onlineshopping, ist mit einem E-Mail Clienten oftmals besser beraten, da er dann alles von einem Ort aus machen kann und sich nicht bei mehreren Webmail-Clienten einloggen muss.

Vorteile von Webmail-Clienten

Ein wesentlicher Vorteil von Webmail-Clienten liegt darin begründet, dass die elektronische Post überall verfügbar ist. Es genügt lediglich ein internetfähiges Gerät aus, um E-Mails schnell zu beantworten und zu verwalten. Ein weiterer Vorteil ist in der hohen Datensicherheit zu sehen. Anbieter von Webmail nutzen sehr gute Scripts, um die Daten und E-Mails des Nutzers entsprechend zu sichern. Ein Virenbefall ist relativ selten, da die Datenübertragung zumeist verschlüsselt erfolgt.

Die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • Direkter E-Mail-Zugriff über das Internet
  • Der Zugriff ist mit jedem internetfähigen Gerät (Computer, Smartphone, Tablet PC) möglich

Nachteile von Webmail-Clienten

Dass die Nutzung von Webmail-Clienten nur online geschehen kann, ist aber manchmal auch ein Nachteil. Wird der Client über ein mobiles Gerät genutzt und die Internetverbindung ist schwach oder fällt sogar ganz aus, dann besteht der Zugriff auf die eigenen E-Mails nicht mehr. Auch kann es gerade bei der mobilen Nutzung sein, dass Zusatzfunktionen gar nicht vorgesehen sind. Es gilt jedoch immer zu bedenken, dass ein höheres Maß an Datensicherheit geboten wird. Das ist auch bei mobilen Geräten der Fall und der Ausbau des Datennetzes geht stetig voran, sodass Ausfälle des Internets und somit auch der Verbindung zum Webmail-Clienten zukünftig nicht mehr an der Tagesordnung sein werden.
Diese Nachteile bringen Webmail Clienten mit sich:

  •  Die Nutzung kann ausschließlich online erfolgen
  •  Die E-Mail-Verwaltung bietet einen geringeren Funktionsumfang als externe Clienten.

Eine Entscheidungshilfe: Webmail- oder E-Mail-Clienten nutzen

Wenn es um die Entscheidung geht, ob die E-Mail-Verwaltung über einen Webmail-Clienten über einen Browser oder über einen externen E-Mail-Clienten auf dem Computer realisiert werden soll, können verschiedene Kriterien zugrundegelegt werden. Es ist zu bedenken, dass nachwievor Schadsoftware, wie Viren oder Trojaner über E-Mails verschickt werden. Oftmals lassen externe E-Mail Clienten es nicht zu, dass diese Programme automatisch erkannt werden. Wird dann versehentlich eine verseuchte E-Mail geöffnet, dann kann dies bis zum kompletten Absturz des Systems führen. Webmail-Clienten haben hingegen eine ausgeknobelte Filterfunktion. Sie erkennen Schadsoftware und lassen diese erst gar nicht in den Posteingang des Nutzers. Wer also Wert auf die Sicherheit seiner Daten legt, der ist mit einem Webmail-Clienten besser beraten. (Allerdings bedenke man spätestens seit dem NSA-Skandal, dass die Daten bei Webanbietern leicht mitgelesen werden können.) Auch Antivierenprogramme können im privaten Bereich oftmals nicht ausreichend Schutz gewähren. Im unternehmerischen Bereich ist hingegen schon zu E-Mail Clienten zu raten. In Unternehmen werden die Systeme durch eine Sicherheitslösungen geschützt und der Zugriff erfolgt kontrollierter. Der Nutzer eines E-Mail Clienten muss sich zumeist keine Sorgen um seine sensiblen Daten machen. Die Nutzung eines Webmail-Clienten ist vor allem für alle profitabel und komfortabel, die viel unterwegs sind. Auf Reisen können die E-Mails dank einer WLAN- oder UMTS-Verbindung zeitnah abgerufen und verwaltet werden. Gerade dringende Anfragen von Kunden oder Geschäftspartner müssen so nicht auf die lange Bank geschoben werden, bis der nächte Computer mit E-Mail-Client in Sicht ist. Wer sich dennoch aus welchen Gründen auch immer lieber für die Offline-Möglichkeit eines E-Mail Clienten entscheidet, der sollte sich über die Sicherheit und den Schutz seiner Daten Gedanken machen. Neben einem leistungsfähigen Antivirenprogramm, ist die Firewall des Computers zu aktivieren, um sich vor unbefugten Zugriffen zu schützen. Webmail Clienten können übrigens sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig sein. Wer sich für einen sogenannten Freemail Anbieter, also einen kostenlosen Webmail Clienten entscheidet, der muss sich lediglich damit zufrieden geben, dass Werbung in den Webauftritt integriert wird, durch welche sich der Anbieter finanziert. Auch der Funktionsumfang ist manchmal geringer, als wenn die Entscheidung auf einen kostenpflichtigen Webmail Anbieter fällt.

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