Wie Facebook und Co unser Leben verändert haben

Soziale Netzwerke auf dem Smartphone
© Jason A. Howie – flickr.com

Die Welt der sozialen Netzwerke ist gigantisch. Kaum einer ist hier nicht vertreten und die Zahl der Mitglieder wächst international stetig an. Facebook und Co haben dafür gesorgt, dass die Welt kleiner wird und man jederzeit miteinander verbunden ist. Gerade auch das flächendeckende mobile Internet hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass Nachrichten auch unterwegs zugestellt werden können. Die verantwortlichen Unternehmen sind zu international operierenden Konzernen herangewachsen die gigantische Gewinne einfahren. Das Videonerd.de-Team hat sich auch intensiv mit der Materie beschäftigt und sich kürzlich auch dazu entschieden eine Facebook-Seite zu dem Portfolio von google+, youtube und twitter hinzuzufügen. Es ist also Zeit sich mal kritisch mit dem Thema auseinander zu setzen. Hier kannst du nun lesen, wie die sozialen Netzwerke das Privatleben und die Unternehmenswelt beeinflussen.

Wie die sozialen Netzwerke uns im Privatleben beeinflussen

Es ist offensichtlich, dass wir im privaten Umfeld deutlich unter dem Einfluss von Facebook stehen. Auf den Pausenhöfen dieser Welt wird täglich darüber gesprochen wer was gepostet hat, wessen Profilbild toll ist und wer nun offiziell in einer Beziehung steckt. Pinnwandeinträge können große Wellen schlagen und sprechen sich rum wie ein Lauffeuer.

Facebook FailFacebook liefert uns auch grandiose Dienste, wenn wir oder ein Freund an einen anderen Ort reisen muss. Zwar kann man auch per E-Mail, Telefon und WhatsApp in Kontakt bleiben, doch sobald der Freundeskreis etwas größer wird nimmt es sehr viel Zeit in Anspruch jeden auf dem Neuesten Stand zu halten. Über Facebook kann man zudem auch visuell in Verbindung bleiben, indem man Fotos von aktuellen Geschehnissen auf seiner Pinnwand teilt und so jedem seiner Freunde zugänglich macht. Hier mal ein paar witzige aber auch extrem peinliche Facebook-Posts. Viel Spaß 🙂

Soziale Netzwerke haben jedoch auch viele Probleme in unser Leben gebracht. Der Drang der ständigen Erreichbarkeit wurde im Zuge der Einführung der Smartphones stark erhöht und es fällt immer schwerer dieses mal auszuschalten. Wir werden mehr und mehr süchtig nach immer neu auftauchenden Informationen im Newsfeed.

Zudem wird man immer gläserner und gibt eine Menge Informationen über sich preis. Vor dem Hochladen der Urlaubsbilder sollte man auf jeden Fall einen genauen Blick auf diese werfen und sich Fragen, ob sie ihren Weg ins Internet finden sollen, oder lieber nicht. Auch Informationen über den aktuellen Wohnort oder den Beziehungsstatus können in falsche Hände geraten. In jedem Fall sollten die Privatsphäreeinstellungen genau studiert werden, damit man weiß wer im Zweifelsfall alles Zugang zu den verbreiteten Materialien hat.

Problematisch ist es, dass die heutige Jugendgeneration mit den sozialen Netzwerken aufwächst, deren Eltern aber häufig auf dem Gebiet nicht sonderlich bewandert sind. Somit ist es sehr schwer für sie ihnen den sicheren Umgang mit Facebook und Co beizubringen. Hier würde man sich mehr Aufklärung wünschen.

Mobbing und Anonymität in sozialen Netzwerken

Ein sehr großes Problempotential birgt das Mobbing im Internet. Zwar gab es schon immer Hänseleien auf dem Schulhof, doch waren diese vergleichsweise harmlos. Im Zweifelsfall konnten sich die Lehrkräfte und Eltern einschalten und das Opfer in Schutz nehmen. Nach der Schulzeit waren alle Kinder wiede in ihrem behüteten Zuhause und hatten eine Ruhepause vor den verbalen Attacken.

Im Zeitalter der sozialen Netzwerke hat sich dies vollkommen verändert. Aufsichtspersonen sind die Hände gebunden, da es leicht ist im Internet anonym aufzutreten. Somit ist der Mobber nur noch schwer zu identifizeren. Außerdem sind Beschimpfungen und Anfeindungen für jeden einsehbar, sodass eine Hasskampagne ein sehr großes Publikum erreichen und gravierende Folgen mit sich tragen kann. Extrembeispiel ist der Fall der 14-jährigen Hannah, die sich selbst das Leben nahm.

Weiterhin nachteilhaft für das Opfer ist, dass der Schulgong keinen rettenden Charakter mehr hat. Über Facebook und Co kann man auch außerhalb der Schulzeit, 24 Stunden am Tag, gemobbt werden. Der psychische Druck ist immens höher.

Zudem sind die Beschimpfungen meist von einer anderen Qualität, da die Angreifer das geschädigte Kind nicht direkt vor Augen haben und seine Reaktion und seine Pein nicht miterleben. Man sitzt Zuhause in sicherer Distanz, wird in der Regel nicht zur Rechenschaft gezogen und kann seiner Phantasie freien Lauf lassen.

So wirkt Facebook und Co auf die Unternehmenswelt

 Soziale Netzwerke beeinflussen nicht nur Privatpersonen sondern ganze Konzerne. Diese müssen sich neuen Herausforderungen stellen und haben neue Instrumente an die Hand bekommen, die es zu nutzen gilt. Eine der größten Probleme eines Unternehmens ist in Kontakt mit potentiellen Kunden zu kommen. Dies erforderte viel Kreativität und Kapital. Werbeaktionen, Radiowerbung, TV-Werbung und Gewinnspiele wurden veranstaltet, um Kundenakquise zu betreiben.

Mit den sozialen Netzwerken wurde eine Plattform geschaffen, auf der Menschen jeder Zielgruppe ständig verfügbar sind.

Unternehmen sind nun in der Lage mit ihren Kunden in einen sehr direkten Dialog zu treten. Dies verringert die gefühlte Distanz vom Konsumenten zum Produzenten und es kann ein unmittelbares Feedback abgerufen werden. Unternehmen sind in sozialen Netzwerken mit Auftritten vertreten und jeder Nutzer kann sich direkt an sie wenden. Wer mit einem Produkt oder einer Dienstleistung unzufrieden ist, kann dies beispielsweise auf der Pinnwand des Unternehmens anmerken – Und die ganze Welt liest mit. Dadurch ist der Markt sehr transparent geworden, was für einige Konzerne ein Fluch, für andere wiederum ein Segen ist. Unternehmen mussten innerhalb sehr kurzer Zeit lernen mit sozialen Netzwerken umzugehen und diese für ihre Zwecke zu nutzen. Das Personal war auf diese Aufgabe größtenteils unvorbereitet.

Der Einfluss der sozialen Netzwerke auf die Welt des Marketings

Facebook WerbungMarkting hat sich durch die Einführung von sozialen Netzwerken radikal verändert. Eines der größten Probleme von Werbetreibenden war es stets ein Produkt möglichst kostengünstig einer interessierten Kauferschicht vorzustellen. Plakate, Radiowerbung und TV-Spots sind aber sehr teuer und zielen nicht nur auf die Käuferschicht, sondern auf nahezu jeden Menschen ab.

Facebook und Co revolutionierten das Marketing erheblich, da sie ermöglichten sehr zielgerichtete Werbung für einen niedrigen Preis zu verbreiten. Wer eine Werbeanzeige in einem sozialen Netzwerk schaltet, hat etliche Möglichkeiten um den Kreis der Empfänger einzuschränken. Unter ihnen findet man beispielsweise das Geschlecht, die Haarfarbe, den Herkunftsort, Freizeitinteressen, Familienstand, Einkommen und vieles mehr.

Hinzu kommt, dass Werbebemühungen und deren Ergebnis messbar wurden. Es ist sehr schwierig den Erfolg eines Werbeclips zu beurteilen, da man nie genau weiß wie viele ihn gesehen haben und wen er zum Kauf motiviert hat. Werbung auf sozialen Netzwerken ist hier vollkommen anders. Jeder Klick auf eine Werbefläche wird festgehalten. Anschließend kann man genau beobachten welche Aktionen der Besucher auf der eigenen Internetpräsenz durchführt und ob er schlussendlich kauft. Am Ende einer Kampagne steht ganz klar fest, wie viel sie gekostet hat und welche Einnahmen durch sie zustande gekommen sind.

Fazit

Soziale Netzwerke haben einen riesigen Einfluss auf unser Leben genommen und stellen uns vor große Herausforderungen. Gleichzeitig sind sie jedoch gespickt mit tollen Möglichkeiten die die meisten von uns sehr gerne nutzen. Der Umgang mit ihnen will jedoch geübt sein und sollte nicht gedankenlos erfolgen. Immer wenn man Informationen über sich an Andere weitergibt birgt dies eine gewisse Gefahr derer wir uns bewusst sein sollten.

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